Vergleich private und gesetzliche Krankenkasse


Die wesentlichen Unterschiede zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenkasse ergeben sich aus der Beitragsgestaltung und den Prinzipien, nach denen die Krankenkassen agieren. Ausschlaggebend für die Beitragshöhe der gesetzlichen Krankenkasse ist das Einkommen des Versicherten. Allerdings steht die gesetzliche Krankenkasse nahezu jedem offen und die Beitragshöhe ist recht stabil. Die private Krankenversicherung ermittelt die Beitragshöhe anhand der vertraglich vereinbarten Leistungen, dem Alter und Geschlecht des Versicherungsnehmers, seinem Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn und dem Risiko, das seine Aufnahme für die Versicherung bedeutet. Damit eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden kann, müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. So können sich prinzipiell nur diejenigen privat krankenversichern, die nicht versicherungspflichtig sind. Hierzu gehören Selbstständige, Freiberufler, Beihilfeberechtigte sowie Arbeitnehmer und Angestellte, deren Einkommen die Versicherungspflichtgrenze drei Jahre in Folge überstiegen hat. Die gesetzliche Krankenkasse bietet eine Familienversicherung an, was bedeutet, dass beispielsweise die Kinder oder der Partner des Versicherungsnehmers, der über kein eigenes Einkommen verfügt, kostenfrei mitversichert werden können. Bei der privaten Krankenversicherung muss für jeden Versicherten eine eigene Prämie bezahlt werden. Die gesetzliche Krankenkasse agiert nach dem Sachleistungsprinzip, die private Krankenkasse nach dem Kostenerstattungsprinzip. Sachleistungsprinzip bedeutet, dass die gesetzliche Krankenkasse mit demjenigen abrechnet, der eine festgelegte Leistung erbringt. Die private Krankenkasse erstattet die Kosten, die für die Behandlung und Heilung des Versicherten entstanden sind. Grundlage für die Erstattung der Kosten ist das Einreichen der Arztrechung oder der Quittung der Apotheke. Dabei bietet das Kostenerstattungsprinzip den Vorteil, dass die Behandlung nicht anhand eines festgelegten Leistungskataloges erfolgt, sondern Arzt und Patient die notwendigen und gewünschten Leistungen individuell abstimmen können. Zudem ermöglicht das Kostenerstattungsprinzip eine vollständige Kontrolle der Kosten. Häufig bieten private Krankenkasse zudem eine Art Rückvergütung an. Schöpft der Versicherte die vertraglich vereinbarten Leistungen innerhalb einer bestimmten Periode nicht oder nicht in vollem Umfang aus, erstattet die private Krankenkasse einen Teil seiner bezahlten Beiträge zurück.