Arbeitslosenversicherung und Versicherung gegen Arbeitslosigkeit


Die Arbeitslosenversicherung ist bei uns in Deutschland für Arbeitnehmer, außer Gering-Verdiener Pflicht. Sie gehört zu den Sozialversicheungen und der Beitrag für sie liegt bei 3,3 % des beitragpflichtigen Bruttoentgelts.

Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind für den Arbeitnehmer:

- Entgeltersatzleistungen ( Arbeitslosengeld, Teilarbeitslosengeld, Arbeitslosengeld im Rahmen einer Weiterbildung; Insolvenzgeld)
- Förderung der beruflichen Weiterbildung
- Förderung im Rahmen der Berufsausbildung
- Kurzarbeitergeld
- Entgeltsicherung für ältere Arbeitnehmer

Leistungen der Arbeitslosenversicherung für den Arbeitgeber sind:

- Zuschüsse bei Einstellung eines Arbeitnehmers
- finanzielle Unterstützung bei Einstellung schwer vermittelbarer Arbeitnehmer (Behinderte, Ungelernte)
- Leistungen nach dem Altersteilgesetz

Leistungen an den Träger sind:

- Zuschüsse zu Sozialplanmaßnahmen
- Förderung zur Arbeitbeschaffungsmaßnahmen
- Förderung von Jugendwohnheimen
- Förderung von Einrichtungen zur beruflichen Aus- oder Weiterbildung oder zur beruflichen Rehabilitation
- Förderung der Berufsausbildung

Die Arbeitslosenversicherung ist eine Versicherung im Rahmen des Sozialleitungssystems zur Absicherung des Arbeitsnehmers vor den Folgen einer Arbeitslosigkeit.

In den letzten Jahren schwankte der Beitagssatz zwischen drei und sechs Prozent. Der Beitrag wird i n Prozent vom Bruttoarbeitslohn errecnet. Bei Besserverdiener wird jedoch von der Beitagbemessungsgrenze gesprochen, die derzeit bei 63000 liegt. Der Betrag wird zur Hälfte vom Arbeitnehmer wie auch vom Arbeitgeber in die Agentur für Arbeit gezahlt und verwaltet dieses auch.

Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung hat nur derjenige, der auch eingezahlt hat und dies mindestens zwölf Monate in den letzten zwei Jahren.

Je nach Kinderanzahl und Familenstand beträgt die Zahlung der Arbeitslosenversicherung zwischen 60 und 67 Prozent des letzten Nettogehalts. Die Versicherung zahlt für die Dauer von einem Jahr, da sie nur die Unterstützung des Leistungsbeziehers in der Übergangsphase bei der Suche eines neues Arbeitsplatzes helfen soll.